Durch die von Prof. Ilse Middendorf entwickelten Atemübungen und Behandlungsformen wird dem Menschen seine eigene Atemweise zunehmend bewusst und dadurch veränderbar. Auf der leibseelischen Ebene werden persönliche Haltungs- und Bewegungsmuster erkennbar. Der Übende lernt in dieser Auseinandersetzung seine Anlagen und Stärken im Kontakt zu sich und seinen Mitmenschen kennen.

 

Dabei ist nicht das Erlernen einer willentlich ausgeführten Atemtechnik das Ziel, sondern die Kunst, allmählich seinen Atem zuzulassen ohne aktive Einflussnahme. Dies bewirkt, dass sich die Atembewegung im Körper frei entfalten kann. Die Atemqualität verbessert sich im Sinne einer Zunahme von Kraft, Tiefe und Atemfluss.

Auf dem Weg seinen Atem zu erforschen werden zwei grundlegende Fähigkeiten erworben

und differenziert: die Empfindungsfähigkeit und die Sammlungsfähigkeit. Empfinden meint hier körperlich wahrnehmen, das Spüren beispielsweise von Schwere oder Leichtigkeit, Wärme oder Fülle. Sammeln bedeutet, sich einer Körperregion achtsam zuwenden, dort anwesend sein mit allen Sinnen.

Methode Middendorf

Textfeld: Nicole Allemann
dipl. Atemtherapeutin sbam
dipl. Logopädin bbl